Soforthilfen und Sonderaktionen

Wir bemühen uns, Menschen in besonderen Notlagen, außerhalb unseres Projekts aus nicht zweckgebundenen Einzelspenden, Hilfe in Form von Lebensmitteln, Bekleidung oder Medikamenten zukommen zu lassen. Wir gehen in Krankenhäuser, in Alten- und Behindertenheime und bringen den Kindern und alten Menschen mit kleinen Geschenken etwas Licht in ihr freudloses Leben.
Bescherung in der Kinderklinik
Bescherung in der
Kinderklinik
Da die Gelder für die Patenschaften in vollem Umfang nach Kiew weitergeleitet werden, haben wir keinen großen Spielraum für derartige Hilfeersuchen. Deshalb sind wir über jeden noch so kleinen Betrag (nicht zweckgebundene Spende für Kiew) auch für diesen "Sonder-Topf" dankbar. Einige Aktionen konnten nur durchgeführt werden, weil einzelne Mitglieder sich außerordentlich engagiert haben oder großzügige Spender gefunden werden konnten.
Eine Aufstellung finden Sie, wenn Sie den Link "Liste der Sonderaktionen" anklicken.

10.10.2018: Soforthilfe für 70 Kinder der "Zeche Toschkiwska"

Der Aktion ging ein telefonisches Hilfeersuchen der Staatsverwaltung für den Kreis Popasnaja (innerhalb der 5 km-Zone des Krisengebiets von Luhansk) an die Geschäftsführerin des SB Kiew voraus. Das schriftliche offizielle Gesuch wurde umgehend nachgereicht und an uns weitergeleitet.
Wegen der Schließung einer Zeche und der ausbleibenden Gehälter für die Beschäftigten können die Familien ihre Kinder nicht mehr mit dem Nötigsten versorgen, die Kinder leiden Hunger. Nach einer kurzfristigen Rücksprache mit der Vorsitzenden von "Brücke nach Kiew" veranlasste die Geschäftsführerin des SB Kiew die unmittelbare Lieferung von 70 Lebensmittelpaketen für die Kinder der betroffenen Familien. Weil im Krisengebiet keine Einkaufsmöglichkeit besteht, mussten die Lebensmittel aus Kiew angeliefert werden. Die Verteilung übernahmen Helfer des dortigen Samariter-Bundes.

Nachtrag:
Am 05.11.2018 hat uns ein Dankschreiben der Eltern der Kinder erreicht, das nicht nur unendliche Dankbarkeit ausdrückt, sondern auch die Dringlichkeit der Maßnahme bestätigt.

03.10.2018: Hilfe für ehemalige Zwangsarbeiter

Bei einem Besuch in der Stadt Druschkiwka (Donezk Gebiet ) 50 km-Zone der Kontaktlinie entlang auf der von der Ukraine kontrollierten Seite, erreichte die Geschäftsführerin des SB Kiew ein Hilferuf einer Gruppe von alten Menschen, die von keinerlei Seite Hilfe erhalten. Es stellte sich dabei heraus, dass es sich um 44 Personen, hauptsächlich Frauen handelt, die damals nach Deutschland verschleppt und zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden.
Sie erhalten im Krisengebiet keine Lebensmittel und sonstige Unterstützung und leiden große Not. In einer einmaligen Aktion konnten Lebensmittelpakete übergeben werden, die aus freien Spenden finanziert wurden.

Eine kleine Auswahl an Bildern
(Um die Bilder zu vergrößern, müssen Sie jedes Bild einzeln anklicken)

23.12.2017: Weihnacht für kranke und benachteiligte Kinder

Auch dieses Jahr haben wir wieder für Kiewer Kinder eine kleine Weihnachtsüberraschung organisiert. Im Kinderkrankenhaus Nr. 1, im angegliederten ICP-Centrum und für die Organisation "Kinderinvaliden" konnten insgesamt 500 Päckchen zu je 2 € verteilt werden. Der Betrag stammt wieder aus Einzelspenden, die wir für Sonderaktionen sammeln, und die unsere Kiewer Projektleitung sehr umsichtig und sparsam einsetzt.
Für die Kinder war es eine wunderschöne Überraschung im traurigen Klinikalltag, einige waren zwar nicht imstande, dies zu erkennen, dafür war die Freude der Mütter zu sehen, dass sie und ihr Kind nicht vergessen sind, umso größer. (Weitere Fotos)

08.12.2017: Winterkleidung für Leonid

Wieder einmal hat uns vom Samariter-Bund Kiew eine Bitte um schnelle und dringende Hilfe erreicht. Eine alleinerziehende, halbseitig gelähmte Mutter von zwei Kindern bittet um Winterkleidung für ihren 9-jährigen Leonid. Sie selbst ist auf einen Rollstuhl angewiesen und hat als Invalide nur umgerechnet 65 € Monatseinkommen. Das reicht kaum zum Leben, und schon gar nicht für ausreichende Winterkleidung. Brücke nach Kiew hat umgehend geholfen und für den Jungen warme Winterkleidung gekauft und nach Kiew geschickt. Er hat es jetzt von Kopf bis Fuß warm und der Winter hat seinen Schrecken verloren.

Leonid zeigt seine Winterschuhe
Neue Kleidung macht Freude
 Leonid mit neuer Winterkleidung und neuen Hausschuhen

30.11.2017: Spielsachen für das Kinderkrankenhaus

Dank einer großzügigen Spende einer Familie, die bei uns Mitglied als auch Pate ist, konnte im Kinderkrankenhaus Nr. 1 die Ausstattung der beiden neuen Aufenthaltsräume mit Spielwaren für die Großen und Kleinen ergänzt werden.

Die Geschenke wurden mit Begeisterung angenommen und nun können die Eltern ihre Kinder in der therapiefreien Zeit auch sinnvoll beschäftigen. (Fotos)
Der Aufenthalt in diesen Räumen ist nun umso angenehmer, weil aus dem Förderbetrag von Sternstunden e.V. auch noch Jalousien als Sonnenschutz nachgerüstet werden konnten.

9. Nov. 2017: Große Erleichterung für Pflegeteams

Nachdem das neue Projekt "Mobile palliative Pflege für Kinder" nun seit der Förderung durch Sternstunden e.V. und auch der Itzel-Stiftung erfolgreich angelaufen ist, zeigt sich, dass der Transport der oft schwerbehinderten Kinder, wenn ein solcher für einen Krankenhausaufenthalt nötig ist, wegen der sich häufig außer Betrieb befindlichen Aufzüge, für die Pflegeteams sehr schwer ist.
Aus dem Förderbetrag von Sternstunden wurde von uns ein "Rettungsstuhl", wie sie bei uns häufig für die Evakuierung in Altenheimen bzw. Krankenhäusern bereitgehalten werden, gekauft und nach Kiew geschickt. Damit können nun die Kinder einigermaßen schonend und für die Pflegeteams kräftesparend auch über Treppen transportiert werden. Die Teams freuen sich über dieses für sie neue und vor allem die Arbeit erleichternde Hilfsmittel.
Außerdem haben wir aus dem Förderbetrag noch fünf Ohr-Fieberthermometer für die medizinische Betreuung des Palliativ-Teams gekauft. Sie ersetzen die Quecksilber- thermometer, deren Handhabung bei behinderten Kindern risikoreich und oft schwierig ist.

Okt. 2017: Rettende Beinoperation

Frau Vira M., eine Flüchtlingsfrau, wandte sich Anfang Oktober an den Samariter-Bund Kiew um Hilfe. Sie benötigte dringend eine Beinoperation. Wegen eines Wundbrandes an beiden Beinen war, um eine Amputation zu vermeiden, eine dringende OP erforderlich. Der Arzt verlangte 4000 Griwna (135 €) für die erforderliche Nachbehandlung, ohne deren Begleichung im Voraus er die Behandlung nicht durchführen werde! Frau M. konnte die Summe allerdings nicht aufbringen.
In einem kurzen Telefonat zwischen der Geschäftsführerin des SB Kiew und der Vorsitzenden konnte die Kostenübernahme durch "Brücke nach Kiew" als Soforthilfe zugesichert und so die Frau ins Krankenhaus aufgenommen werden. Die Operation fand dann innerhalb kurzer Zeit statt und die Beine der Frau konnten erhalten werden. Vira M. ist überglücklich.