Aktuelles zu verschiedenen Themen


27.12.2019: Hilfsmittel für die Sozialstation

Durch Änderung der rechtlichen Grundlagen sind jetzt auch in der Ukraine für die Beförderung von Kindern Kindersitze bzw. Sitzerhöhungen vorgeschrieben. Ein Problem für die Verantwortlichen, weil Kindersitze in Kiew schwer erhältlich sind, und der Transport der behinderten Kinder unumgänglich ist. Um dieses Problem zu lösen, haben wir zwei Sitzerhöhungen gekauft und nach Kiew geschickt. Auf dem Foto sieht man, dass sich die Kinder darin wohlfühlen.

Außerdem hat sich herausgestellt, dass für die behinderten Kinder Sitz-/Liegekeile und Bettschlangen für die Körperhaltung eine deutliche Erleichterung darstellen. Derartige Hilfsmittel sind dort nicht erhältlich bzw. kosten als Sonderausstattung weit mehr als bei uns in Deutschland, sodass wir auch hier helfend eingesprungen sind.

Dezember 2019: IN EIGENER SACHE

Ein Dank zum Jahresende

Nach den Wirren der vergangenen Jahre hatte man die Hoffnung, dass sich in der Ukraine die Lage endlich beruhigt und verbessert. Aber leider haben sich die Lebensbedingungen der Menschen noch weiter verschlechtert. Umso wichtiger und wertvoller war unsere Unterstützung und Zuverlässigkeit für unseren Partnerverband, den Samariter-Bund Kiew, weil die Hilfe für Familien, Kinder und alte Menschen auch im abgelaufenen Jahr fortgesetzt werden konnte. "Brücke nach Kiew e.V." ist derzeit der einziger zuverlässige Partner, der kontinuierlich Hilfe leistet.

Diese Tatsache verdanken wir unseren Mitgliedern, Spendern und Freunden, die uns auch 2019 großartig unterstützt und uns ihr Vertrauen geschenkt haben.

Ihnen allen gebührt daher herzlichster Dank, dass Sie uns trotz der viele "Baustellen" in der Welt treu geblieben sind.
So konnten wir auch 2019 wieder viel erreichen. Das ist auch der großartigen Unterstützung durch die Itzel-Stiftung, die uns die Sanierung der Sozialstation, und auch im Waisenhaus Lubny die Fortführung der dortige Projekte ermöglicht hat, zu verdanken. Daher geht an sie unser besonderer Dank.
Vor allem aber danken wir "Sternstunden e.V." für die großartige Förderung und die Möglichkeit, das Projekt "Ambulante palliative Pflege für Kinder" fortzuführen, für die finanziellen Verbesserung der Situation im Kinderkrankenhaus, die Finanzierung eines behindertengerechten Spielplatzes und auch für die Unterstützung bei den vielen akuten Notfallsituationen bei Kindern. Wir danken an dieser Stelle vor allem auch der Geschäftsführerin des Samariter-Bundes Kiew, Frau Janina Lewkowska und ihren Mitarbeitern für ihre aufopfernde und zuverlässige Arbeit, ohne die unsere Hilfe nicht möglich wäre.

Wenn auch der Ausblick nicht gerade hoffnungsvoll stimmt, so werden wir unsere Arbeit mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln bestmöglich weiterführen. Denn die Dankbarkeit der Menschen ist groß und ehrlich.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien, aber auch den Mitarbeitern des Samariter-Bundes Kiew ganz persönlich, aber auch im Namen meiner Vorstandskollegen, ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches Jahr 2020!


Elisabeth Hölzl
1. Vorsitzende

5. Dez. 2019: Dankschreiben von der Autistischen Schule

Seit Ende Januar 2016 finanzieren wir der heilpädagosischen Förderschule "Schule des Lebens " in Kiew die für diese Erkrankung angepassten Lebensmittel. Die Schulleitung informiert zwischendurch von den erreichten Erfolgen. Aber auch die Vorsitzende hat bei ihren Kiew-Reisen der Einrichtung Besuche abgestattet und sich von der qualifizierten Arbeit überzeugen können.
Wie sehr das Schulpersonal die Hilfe durch Brücke nach Kiew und den Samariter-Bund Kiew schätzt, dokumentiert das neuerliche Dankschreiben und die Fotos, die uns zugesandt wurden:


Liebe Elisabth,
liebes Samariterteam,

wir danken Ihnen herzlich für die Unterstützung der "Schule des Lebens", insbesondere für Versorgung unserer zu betreuenden Kinder mit vollwertigen Lebensmitteln. Wie ich bereits berichtet habe, sind die meisten unserer Schützlinge autistische Kinder. Sie können meistens gar nicht sagen, was ihnen weh tut.
Seitdem wir über eine gluten- und kaseinfreie Verpflegung erfahren und eine entsprechende Diät für unsere zu betreuenden Kinder eingeführt haben, ist es viel besser geworden: es ist jetzt einfacher fürs Personal mit Kindern umzugehen, und auch für Eltern ist das Zusammenleben mit diesen Kindern ruhiger geworden.

Ohne Ihre Unterstützung würden wir es nicht verkraften können. 2019 haben wir vom Samariterbund Kiew Lebensmittel im Wert 50 868,77 UAH (Griwna) (entspricht etwa 2.200 €) erhalten. Die Staatsleute hier haben leider andere Prioritäten. Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie auch weiterhin uns unterstützen würden und dass diese Kooperation im Sinne der Bekämpfung von Krankheiten der Kinder weitergeführt wird.

Wir würden uns freuen, wenn Sie mal eine Gelegenheit haben, um bei uns vorbeizuschauen und sich von unserer Dankbarkeit an Sie und unserm Respekt vor Ihnen überzeugen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Maria Schyrbik
Leiterin
und das ganze Team der "Schule der Lebens"

Die nachfolgen Fotos bzw. Serien zeigen einige Beschäftigungstherapien:

Kommunikative Arbeit mit den Zöglingen
Förderung der Feinmotorik
Förderung der Koordinationsgaben

Okt. 2019: Zwei Aufenthaltsräume für die Nephrologie

Zum zweiten Mal hat Sternstunden e. V. die Renovierung und Einrichtung von zwei Aufenthaltsräumen für die Kinder im Kinderkrankenhaus Nr.1 finanziert.

Diesmal für die nephrologische Station, auf der für die Kinder bisher auch keine Möglichkeit bestand, außerhalb ihrer Betten oder den Zimmern mit oftmals mehreren kranken Kindern sich aufzuhalten und zu spielen.
Die ersten Speilsachen für die Aufenthaltsräme der Klinik werden ausgepackt
Spielsachen für das
Krankenhaus werden ausgepackt
Für die Eltern ist es eine große Erleichterung und Freude, sich mit ihren Kindern in den wunderschön eingerichteten Räumen aufzuhalten, zu spielen, aber auch die Nähe zu ihnen zu genießen. Der Klinikleiter Dr. Koschara hat sich bei Sternstunden sehr herzliche bedankt und besucht die Kinder immer wieder beim Spielen (Video und Fotos) in der behandlungsfreien Zeit.

Der Zustand des Hygieneraums dieser Station ließ eine Nutzung nicht mehr zu, so dass auch hier mit Hilfe von Sternstunden e.V. der Raum entsprechend der Anforderungen komplett saniert werden konnte. Nun ist diese unverzichtbare Einrichtung für die Abteilung wieder vollnutzbar.

Deckendurchbrüche nach Installationsarbeiten nicht mehr verschlossen
von der Klinik nicht finanziert werden
Neue Duschtasse
ordentliche Fliesen lassen sich
leicht reinigen

12. Sept. 2019: Kiewreise

Im September stand wieder der jährliche Arbeitsbesuch in Kiew an. Wichtige Themen konnten besprochen und erörtert werden. So z.B. Änderungen bei den Patenschaften, Besprechung über die Preisentwicklung und die Auswirkung auf die Zusammensetzung der monatlichen Lebensmittel-Pakete. Dabei stellte sich heraus, dass diese mit dem derzeitigen Preis kaum mehr sinnvoll bestückt werden können, weil die Preise für bestimmte Lebensmittel in letzter Zeit um rund 200% gestiegen sind. Über eine Lösung wird nachgedacht.

Die Vorsitzende besucht die bettlägrige Elena
Elena ist schon seit mehreren
Jahren bettlägrig
Aber es waren auch Besuche bei Familien, alten Menschen und im Waisenhaus Vorzel im Programm. Auch ein Besuch bei Elena Forostjanaja, der wir vor 22 Jahren die lebensrettende Operation in Murnau finanziert haben, war sehr emotional und hat der jetzt bettlägerigen Frau wieder neuen Mut gegeben.

Hinweistafel am Spielplatz
Der neue, von Sternstunden e.V. finanzierte behindertengerechte Spielplatz ist ein außerordentliches und vielbeachtetes Projekt. Er konnte für unseren abschließenden Bericht an Sternstunden besichtigt und die meist schwerstbehinderten Kinder der Sozialstation "Das besondere Kind" dabei beobachtet werden, wie sie sich mit Hilfe der Betreuer der Anlage erfreuen. Er ist von Sicherheitsbehörden abgenommen und als gut und sinnvoll durchdacht bewertet worden. Ein kurzer Film zeigt Betreuerinnen mit ihren Schützlingen beim großen Test.

Im Krankenhaus Nr.1 sind die ebenfalls von Sternstunden e.V. finanzierten Spielräume für die Kinder, sowie der Hygieneraum auf der nephrologischen Station fast fertig. Der Klinikleiter Dr. Koschara hat sich viele Male für diese großartige Unterstützung bedankt.
Besprechung der Vorsitzenden mit der Leitung des Waisenhauses Vorzel
Besprechung mit der
Waisenhausleitung Vorzel
Auch Rückmeldungen aus Vorzel rundeten die Erkenntnisse ab.

Die Schäden durch einen Wassereinbruch im Dach der Sozialstation konnten Dank einer großzügigen finanziellen Unterstützung der Itzel-Stiftung beseitigt werden, so dass der Betrieb wieder reibungslos weitergeführt werden kann.

Insgesamt war der Besuch erfolgreich und wichtig, viele Dinge, die telefonisch kaum möglich sind, konnten in persönlichen Gesprächen geklärt werden.
Von einem Besuch im Waisenhaus Lubny musste dieses Mal aus Zeitgründen abgesehen werden.

Einen großen Raum nahmen die Berichte über die politische und wirtschaftliche Situation und die Auswirkungen auf den Samariter-Bund Kiew und unsere Projekte ein.

Ein Highlight des Aufenthaltes aber war nach dem Besuch der Veranstaltung "Internationaler Tag der Ersten-Hilfe", an dem sich auch der SB Kiew präsentieren konnte, die Einladung der gesamten Belegschaft des Samariter-Bund anläßlich des 25-jährigen Bestehens unserer Kiew-Hilfe zu einem gemeinsamen Abendessen. Es war insofern eine wichtige Geste, weil hauptsächlich nur durch die hochengagierten Mitarbeiter eine so erfolgreiche und gute Arbeit vor Ort möglich ist und weil sie trotz geringen und oftmals ausbleibenden Gehältern den Betrieb am Laufen halten.

September 2019: Drei Wochen im Erholungsheim "Perle von Donbass"

Wie bereits berichtet, konnten im August 40 Kinder und Jugendliche aus mehreren Krisengebieten dank der Finanzierung von "Brücke nach Kiew e.V." in das Erholungsheim in Swatogorsk reisen. Der Aufenhalt war nicht nur für die Kinder eine Zeit zum Regenerieren, sondern auch für deren Angehörige im Krisengebiet eine Besonderheit. Mit Veranstaltungen und Gemeinschaftsspielen wurde vom tristen Alltag abgelenkt.

Malwettbewerb bei den größeren Kindern
Ein gemeinsames Bild verbindet
Auch ein schöner Aufenthalt geht einmal zu Ende und wie so üblich, gibt es zur Erinnerung ein Gemeinschaftsfoto. Wie wichtig und notwendig dieser Aufenthalt für die Kinder war, bringen auch die Dankbriefe der Veranstalter und der Verwaltungsbehörden zum Ausdruck.
Gruppenfoto zum Abschluss
Es war eine schöne Gemeinschaft

September 2019: Gratulation zum 25-jährigen Bestehen der Initiative "München hilft Kiew"

Anläßlich des 25-jährigen Jubiläums sind viele Dank- und Anerkennungschreiben eingegangen.

So gratuliert auch die Leitung des Waisenhauses "Hoffnung" in Lubny der Vorsitzenden zum 25-jährigen Bestehen der Initiative "München hilft Kiew" mit einem berührenden Schreiben (Dankbrief).
Den Erfolg der Hilfe, - die 2007 mit Einzelpatenschaften für Kinder des Waisenhauses begonnen hat -, und auch die Dankbarkeit für diese Unterstützung bringen Lydia und Watscheslaw Below am Beispiel des Mädchens Kira zum Ausdruck.

Das ist nur mein Besuch!
Das Mädchen fand nun nach langer und intensiver Betreuung Adoptiveltern in den USA.
Nicht nur für Kira war die Vorsitzende die "Tante" aus Deutschland, deren Besuch sie jährlich sehnsüchtig erwartete.

01.09.2019: IN EIGENER SACHE

September 2019: 25 Jahre "Kiew-Hilfe"

Im September 2019 können wir, auch ein wenig stolz, auf 25 Jahre "Kiew-Hilfe zurückblicken. Der September 1994 war für uns und für viele Kiewer Familien ein Monat, der wenig spektakulär und privat bei einem Besuch bei den Kiewer Samaritern mit einer Hilfszusage für eine Familie in Not begann, der aber nachhaltig ist und bis jetzt eine große Bedeutung erlangt hat.

Die Hilfsbereitschaft und das Mitgefühl für Menschen in der Ukraine, zuerst von Freunden in München, dann weit darüber hinaus, hat im Laufe der Jahre ein Maß angenommen, das uns nicht nur in Kiew, sondern auch hierzulande viel Respekt und Anerkennung verschafft hat. Wir haben viele Helfer und Unterstützer gefunden, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind: Eine anerkannte, stabile und weithin bekannte Organisation, erst als Initiative, und ab 2002 als eigenständiger Verein "Brücke nach Kiew e.V.".

Angefangen mit der Patenschaft für eine Familie, haben wir unseren Wirkungskreis ausgeweitet, auf alte Menschen, Invaliden und vor allem auf Kinder in Not.
Pflegerin mit behindertem Kind
Betreuung durch eine Pflegerin
in der Sozialstation
Wir haben verschiedene Projekte gestartet und nach erfolgreicher Etablierung an die Stadt übergeben, wie z.B. das Straßenkinderprojekt, das Studentenprojekt, bei dem wir mittellosen Jugendlichen den Start in ein Studium ermöglichten, oder einen Teil der Familienhäuser, die dank unserer Anschubhilfe ohne unsere Unterstützung auskommen.

Das Waisenhaus in Lubny ist dank unserer, und besonders Dank großartiger Unterstützung der Itzel-Stiftung seit 2007 ein sicherer und schöner Ort für Kinder. Ein besonderes und wichtiges Projekt ist die "Trauma-Hilfe Lubny", schwer traumatisierte Kinder, die im Heim ein neues Zuhause gefunden haben, werden von geschulten Pschychologen betreut.

Vorsitzende E. Hölzl mit Kleinkind in Vorzel
Die Vorsitzende mit einem
Kleinkind im Waisenhaus Vorzel
Die Kinder im Waisenhaus Vorzel erhalten mit Förderung von Sternstunden e.V. seit Jahren gesunde und wichtige Milchprodukte.

Wir haben das Sozialzentrum für behinderte Kinder "Das besondere Kind" als ein wichtiges und ständiges Projekt mitgegründet und finanzieren seit 2009 das Essen und alle wichtigen Dinge für einen reibungslosen Betrieb, außerdem versorgen wir die Kinder in der Station "Verlassene Kinder" im Kinderkrankenhaus mit Essen und Hygienemittel.

Ganz besonders möchte ich erwähnen, dass Sternstunden e.V. im Kinderkrankenhaus Nr. 1 die Renovierung von Aufenthaltsräumen für die Kinder und eines Hygieneraums, und auch für die behinderten Kinder der Sozialstation einen behindertengerechten Spielplatz finanziert hat.

Unser besonderes Augenmerk gilt aber den alten Menschen, die von ihren minimalen Renten ohne Hilfe nicht überleben könnten, mit monatlichen Lebensmittelpaketen, Hygienemitteln und Medikamenten erleichtern wir ihnen den Alltag.

Neu hinzugekommen ist unser Einsatz für binnenvertriebene Familien und Kinder aus der Ostukraine, die ohne jegliche Versorgung große Not leiden. Wir helfen mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikel.

Dank Sternstunden e.V. und der Itzel-Stiftung konnten wir dazu beitragen, dass der Samariter-Bund Kiew ein neues und einzigartiges Projekt, die "Ambulante palliative Pflege für Kinder" realisieren konnte und mit Erfolg durchführt.

Es ist schwierig und nahezu unmöglich, alle Aktivitäten und Notfallhilfen aufzuzählen, die wir mit Spenden im Laufe von 25 Jahren finanzieren konnten, die aber für die jeweiligen Personen überlebenswichtig waren und sind.
Ich möchte allen Spendern und Helfern, die uns durch 25 Jahre getragen haben, von ganzem Herzen danken. Für ihr Vertrauen, ihre Beständigkeit und Bereitschaft, Menschen zu helfen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen.

Dem Team des Samariter-Bundes Kiew unter der Leitung der Geschäftsführerin Janina Lewkowska sowie ihrer Vorgängerin Swetlana Lewkowska danke ich für die großartige und fruchtbare Zusammenarbeit und für seinen unermüdlichen Einsatz in schwierigen Zeiten.


München im September 2019


Elisabeth Hölzl
1. Vorsitzende

Trauer um Hermann Sienel

Nach kurzer und schwerer Krankheit ist unser Vorstandsmitglied Hermann Sienel in der Nacht vom 20. auf 21. August 2019 verstorben.

Nachdem der Stadtrat der LH München beschlossen hatte, seiner Partnerstadt Kiew soziale Hilfe zu leisten, war Hermann Sienel 1991 beim ersten Transport von Hilfsgütern nach Kiew beteiligt und hat seitdem eine persönliche Verbindung zu dortigen Mitarbeitern des Samariter-Bundes gepflegt.

Herr Sienel hat bereits im August 1997 eine Patenschaft in der Initiative "München hilft Kiew", damals noch beim ASB München angesiedelt, übernommen.

Als sich diese Initiative 2002 als Verein "Brücke nach Kiew e.V." selbständig machte, wurde er Gründungsmitglied und ist zugleich als einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. Ab 2005 arbeitete er im Finanzbereich des Vereins und war bei vielen internen und öffentlichen Aktionen ein wichtiger und engagierter Unterstützer.

Mit Hermann Sienel verliert der Verein ein tatkräftiges und engagiertes Mitglied. Wir werden ihm ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren.
Seiner Frau und seinen Angehörigen wünschen wir viel Mut und Kraft in dieser schweren Zeit.

Elisabeth Hölzl
1. Vorsitzende

02.08.2019: Erholungsaufenthalt für Kinder aus dem Krisengebiet

Brücke nach Kiew finanziert 40 Kindern aus den Bezirken Donezk und Luhansk einen dreiwöchigen Aufenthalt in der Erholungs- und Reha-Einrichtung "Perle von Donbass" in Swatogorsk, einem schönen und ruhigen Ort.

Die Kinder steigen in den Bus ein
Endlich geht es los
Die ersten Fotos von der Anreise sind eingetroffen und zeigen die Kinder, noch etwas schüchtern aber voller Vorfreude. Alle Kinder sind aus ärmsten Verhältnissen und leiden unter den Kriegshandlungen und den daraus resultierenden Katastrophen in den Familien. Wir freuen uns, diesen Kindern für kurze Zeit Freude und Erholung zu schenken und ihnen auch die Möglichkeit zu geben, mit anderen Kindern, die ähnliche Schicksale erleben, Kontakte zu knüpfen und mit Hilfe von geschultem Personal in der Reha-Einrichtung die Traumata zu behandeln.
Abreise und Ankunft sind mit Fotos dokumentiert worden, und wir werden noch weitere Fotos bekommen und über den Aufenthalt berichten.

August 2019: Der "Sternstunden-Spielplatz" ist fertig

Dank der Finanzierung von Sternstunden e.V. konnte für behinderte Kinder in der Sozialstation "Das besondere Kind" in Kiew ein barrierefreier und behindertengerechter Spielplatz gebaut und eingerichtet werden.
Nach umfangreichen Grabungs- und Vorarbeiten ist ein wunderbarer und vor allem gut durchdachter Spielplatz entstanden. Jetzt können die Kinder auch außerhalb der beengten Räumlichkeiten der Station spielen, sich bewegen und an den Geräten ihre Fähigkeiten ausbauen und trainieren. Die Freude der Kinder und auch der Mütter und Betreuer rechtfertigt jeden Einsatz.
Der Platz ist aber auch für die Kinder im angrenzenden Kinderkrankenhaus und für behinderte Kinder aus unseren Projekten ein Anziehungspunkt und Ort der Freude.
Danke Sternstunden!

Personal mit den Kindern auf dem Weg zum neuen Spielplatz
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Fotoserie

24. Mai 2019: Erdbewegungen, die Großes erwarten lassen

Bagger und Schaufeln auf dem Gelände der Sozialstation. Weil es in den Räumen für die behinderten Kinder kaum Platz zum Spielen gibt, finanziert Sternstunden e.V. einen behindertengerechten Spielplatz an Stelle des bereits vorhandenen, der den Ansprüchen in keiner Weise mehr genügt.
Wir werden den Fortgang begleiten und darüber berichten.

Arbeiter verteilen und verdichten den Sand
Arbeiter verdichten den Sand

22. Mai 2019: Freude an der logopädischen Arbeit

Ein junges Mädchen, das für den SB Kiew ehrenamtlich als Fotografin arbeitet, hat wunderbare Fotos vom Einsatz der Logopäden und der Psychologin in der Sozialstation "Das besondere Kind" gemacht. Sie hat sich das fotografische Thema "Behinderte Kinder" auf die Fahne geschrieben und ist damit eine Ausnahme in einem Land, in dem Behinderung immer noch ein Tabuthema ist. Vielen Dank für diese Bilder!
Wir freuen uns, dass der Samariter-Bund in der Sozialstation so umfangreich und weitsichtig arbeitet und wir zum Betrieb dieser schönen Einrichtung beitragen können.

Mai 2019: Das Sozialzentrum - ein Ort der Geborgenheit

Die Fotos zeigen Kinder in der stets vollbesetzten Station einmal anders. Die junge Fotografin hat die Kinder aus einer Sicht fotografiert, die nicht vordergründig die Behinderungen zeigt, sondern die Kinder in ihrer Zufriedenheit und Geborgenheit. Es handelt sich ausschließlich um behinderte Kinder, obwohl man nicht allen ihre Behinderung ansieht. Die Fotos zeigen aber, dass die Kinder sich in der Einrichtung wohlfühlen und man kann auch die Pflegekräfte bei der liebevollen Betreuung der kleinen Patienten sehen.


Mädchen hält seine Trinkflasche in der Hand
Nicht wenige Kinder würden dort gerne bleiben, aber sie müssen für andere behinderte Kinder Platz machen, denn die Einrichtung ist nur für einen Kurzzeitaufenthalt vorgesehen. Es handelt sich oft um Kinder, die im angrenzenden Rehazentrum in Behandlung sind, sie können die behandlungsfreie Zeit in der Sozialstation verbringen. Die ausschließlich einkommensschwachen Mütter können in dieser Zeit Behördengänge oder eigene Arztbesuche erledigen, oder sich einfach einmal ein paar Stunden erholen. Man kann sich schwer vorstellen, wie glücklich die Mütter sind, ihre Kinder in dieser schönen Umgebung gut versorgt zu wissen.
Weitere beeindruckende Bilder finden Sie in unserem Album.

14.02.2019: Erleichterung für die Pflegeteams

Es ist allgemein bekannt, dass Pflegekräfte immer körperlichen Anstrengungen ausgesetzt sind. Umso mehr sind die Teams in Kiew betroffen, da sie sehr oft weite Anfahrten haben und in Hochhäusern nicht immer funktionierende oder keine Aufzüge vorfinden. Im Weiteren ist das Heben oder Transportieren von kranken bzw. schwerbehinderten Patienten auch der Gesundheit des Pflegepersonals nicht förderlich.
Aus diesem Grund wurden nach dem Start des "Palliativ-Projektes" dem Samariter-Bund Kiew sehr bald ein Rettungsstuhl, zwei mechanische Badelifter, Gleittücher und Aufrichthilfen von "Sternstunden e.V." und von "Brücke nach Kiew e.V." zur Verfügung gestellt. Diese Ausstattung wurde von den Teams gerne angenommen und finden nun täglich Anwendung (Fotos)