Aktuelles zu verschiedenen Themen


14.02.2019: Erleichterung für die Pflegeteams

Es ist allgemein bekannt, dass Pflegekräfte immer körperlichen Anstrengungen ausgesetzt sind. Umso mehr sind die Teams in Kiew betroffen, da sie sehr oft weite Anfahrten haben und in Hochhäusern nicht immer funktionierende oder keine Aufzüge vorfinden. Im Weiteren ist das Heben oder Transportieren von kranken bzw. schwerbehinderten Patienten auch der Gesundheit des Pflegepersonals nicht förderlich.
Aus diesem Grund wurden nach dem Start des "Palliativ-Projektes" dem Samariter-Bund Kiew sehr bald ein Rettungsstuhl, zwei mechanische Badelifter, Gleittücher und Aufrichthilfen von "Sternstunden e.V." und von "Brücke nach Kiew e.V." zur Verfügung gestellt. Diese Ausstattung wurde von den Teams gerne angenommen und finden nun täglich Anwendung (Fotos)

06.01.2019: IN EIGENER SACHE

Mitgliederversammlung 2019

Am 12. März findet die diesjährige Mitgliederversammlung statt.
Die ordnungsgemäße Einladung mit der Tagesordnung wird Ihnen fristgerecht zugestellt.
Wir bitten Sie, sich den Termin vorzumerken.

19.12.2018: Weihnachtsbescherung im Kinderkrankenhaus

 Zwei Mütter mit ihren Mädchen
Weitere Bilder
Auch dieses Jahr haben wir den Kindern im Kinderkrankenhaus Nr. 1, und in der Sozialstation des Samariter-Bundes kleine Weihnachtspäckchen verteilt. Nur eine Kleinigkeit, aber mit großer Wirkung. Die leuchtenden Augen und die Freude der Kinder sind der schönste Dank dafür. Wie jedes Jahr ist die Aktion eine gelungene Abwechslung zu ihrem oft traurigen Klinikaufenthalt.
Auch die Eltern freuten sich, weil es auch für sie schön ist, ihre Kinder lächeln zu sehen.

Dezember 2018: IN EIGENER SACHE

Es ist wieder einmal Zeit DANKE zu sagen

Aus unserer Sicht war 2018 für den Verein wieder ein erfolgreiches Jahr. Wir konnten dank Ihrer großzügigen Spenden auch dieses Jahr wieder umfangreiche Hilfe leisten. Bedingt durch die schwierige Situation der Binnenflüchtlinge in der Ukraine sind auch die Notfälle bei Kindern und alleinerziehenden Müttern drastisch angestiegen. Dank der großartigen Unterstützung von Sternstunden e.V. und der Itzel-Stiftung konnten im Waisenhaus "Hoffnung" in Lubny und beim Samariter-Bund Kiew schon 2017 großartige Projekte begonnen und auch fortgeführt werden. Es sind die Projekte "Ambulante palliative Pflege für Kinder", das Projekt "Trauma-Hilfe" für traumatisierte Kinder im Waisenhaus Lubny, aber auch die Beschaffung von medizinischen Geräten für das Kinderkrankenhaus Nr. 1 in Kiew.
eine alte, einsame ehemalige Zwangsarbeiterin aus unserem Projekt
Einsame ehemalige
Zwangsarbeiterin
Aber auch wir haben mit Ihren nicht zweckgebundenen Spenden unter dem Motto "Hilfe für soziale Notfälle" unseren Einsatz dahingehend erweitert, dass wir, soweit es die finanzielle Lage erlaubt, Menschen außerhalb unseres Patenprojekts helfen und ihnen Lebensmittel und Medikamente und sonstige dringende Hilfe zukommen lassen. Mit Sonderaktionen für die Sozialstation (Notunterkunft) und weiteren Beiträgen zu den beim Samariter-Bund laufenden Projekten konnten wir auch diese fördern.
Bei meinen Besuchen in Kiew konnte ich immer die große Dankbarkeit der Menschen erfahren, denen wir mit unserer Hilfe das Leben ein kleinwenig erleichtern. Diese Aktionen waren nur möglich, weil Sie uns alle uns treu geblieben sind und uns auch in diesem Jahr großzügig unterstützt haben. Vielen Dank dafür!

Mein Dank gilt auch denjenigen, die mich bei meiner Vereinsarbeit unterstützen: meinen Stellvertretern und den Ausschussmitgliedern, sowie allen, die zum Gelingen unserer Hilfsprojekte beigetragen haben.

Ganz besonders danke ich dem Samariter Bund Kiew, allen voran der Geschäftsführerin Janina Lewkowska und ihrem Team für ihre unermüdliche und vor allem zuverlässige Arbeit, die den Erfolg unserer Hilfe letztendlich sichert. Ein zuverlässiger Partner ist nämlich die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Arbeit!

 Vater mit seinen beiden kranken Söhnen  Die Vorsistzende mit einem Waisenkind
      Immer wieder schön und wichtig der Kontakt zu Kindern

Meine Vorstandskollegen und ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen für 2019 alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit.

Elisabeth Hölzl
1. Vorsitzende

Dez. 2018: Einsatz einer Logopädin in der Sozialstation

Wie schon mehrfach berichtet, ist die Station durchgehend vollbelegt, die Eltern behinderter Kindern stehen Schlange, weil sie wissen, dass ihre Kinder hier in liebevollen und fürsorglichen Händen sind. Die Sozialstation ist nun nicht nur eine "Aufbewahrung" dieser Kinder, sondern sie ist, neben der von uns finanzierten Verpflegung und der möglichen Behandlung im angrenzenden Kinderkrankenhaus und dem Reha-Zentrum, seit einiger Zeit auch ein Ort, wo die Kinder von einer Logopädin betreut werden.

Logopäding trainert den Tastsinn auf einer Rillenplatte
Ertasten einer Spiralnut

Diese vermittelt den schwerbehinderten Kindern Fähigkeiten, um wenigstens in ganz geringem Umfang kommunizieren zu können. Das ist insofern ein wichtiger Aspekt, weil die Kinder meist nur von ihren Müttern verstanden werden und der Kontakt zu anderen Kindern oder Personen bisher kaum zustande kommt. So sind die Familien mit behinderten Kindern weitgehend isoliert. Die Kommunikation ist mit dem Umfeld, dem Personal der Sozialstation und den Ärzten durch die Einschränkungen ohnehin erschwert. Durch das Training der Logopädin werden zwar die Kinder nicht geheilt, aber in der Kommunikation hat die Logopädin schon kleine Erfolge erreicht.

Ertasten von Formen
Dabei zeigt sich ein ganz wichtiger Umstand: die Mütter sehen und erleben, dass sie und ihre Problemsituation überhaupt wahrgenommen werden und sie auch ein Teil der Gesellschaft sind.

Da seit einigen Monaten auch eine Psychologin beschäftigt wird, ist das ein "Gesamtpaket", das den Müttern neuen Mut bei der schwierigen Pflege und auch wieder etwas Vertrauen in die Gesellschaft schenkt. Die Psychologin wird am häufigsten von den oftmals verzweifelten Müttern in Anspruch genommen.

19.11.2018: Information zu den Lebenshaltungskosten

Wir haben in Facebook einen Beitrag zur Kostensteigerung der Lebenshaltungskosten in der Ukraine gefunden, der die prekäre Situation der finanziell schwachen Bevölkerungsschicht verdeutlicht. Er zeigt den rapiden Kostenanstieg im Zeitraum von 4 Jahren. Da eine direkte Übernahme des Beitrages nicht möglich war, wurde der Beitrag übersetzt und manuell eingestellt. Die Preise sind in der ukrainischen Währung Griwna angegeben, auf eine Umrechnung wurde wegen des sich ständig ändernden Wechselkurses verzichtet:

L e b e n s m i t t e l

2013 2017 Kosten-
steigerung
Weizenbrot 4,78 12,35 2,6-fache
Rindfleisch [1 kg] 54,17 111,00 2,0-fache
Schweinefleisch [1 kg] 48,95 160,00 3,3-fache
Milch [1 l] 7,70 17,60 2,3-fache
Eier - 10 Stück 4,95 21,10 4,2-fache
Speck [1 kg] 23,89 68,00 2,8-fache
Butter [1 kg] 60,00 158,00 2,6-fache
Sonnenblumenöl [1 l] 14,55 32,82 2,2-fache
Buchweizen [1 kg] 9,11 22,17 2,4-fache
Haferflocken [1 kg] 4,90 19,80 4,0-fache
Reis [1 kg] 7,70 19,54 2,5-fache
Kartoffel [1 kg] 3,30 6,18 1,9-fache
Karotten [1 kg] 3,40 6,50 1,9-fache
Rote Bete [1 kg] 2,00 5,90 3,0-fache
Kohl [1 l] 2,30 5,00 2,2-fache

Öffentliche Verkehrsmittel

2013 2017 Kosten-
steigerung
U-Bahn (für 1 Fahrt im Stadtgebiet) 2,00 5,00 2,5-fache
Bus- O-Bus - Straßenbahn 2,00 - 3,00 5,00 - 6,00 2,5 - 2,0-fache

Berechnungsbeispiel für einen Mann aus unserem Patenprojekt

Im Benehmen mit der Geschäftsführerin in Kiew wurde ein Beispiel ausgewählt, das den Durchschnitt der von uns unterstützten Personen darstellt. Der Mann ist Invalide 1. Gruppe (höchste Stufe in der Ukraine) und hat eine Wohnung mit 36 m².

2013 2017
Währung Griwna Griwna
tatsächl. Rente 1200,00 109,09 1800,00 58,06
Miete/m² 2,41 x 36 = 86,76 7,89 5,85 x 36 = 210,60 6,79
Heizung/m² 2,86 x 36 = 102,96 9,36 32,86 x 36 = 1182,96 38,16
Strom [Pauschale 100 kWh] 0,023 x 100 = 2,30 7,89 5,85 x 36 = 210,60 6,79
Gas [Pauschale   4 m³] 0,93 x 4 = 3,72 0,34 6,82 x 4 =27,28 0,88
Kaltwasser [Pauschale 3 m³] 3,18 x 3 = 9,54 0,87 15,81 x 3 = 47,43 1,53
Warmwasser [Pauschale      4,5 m³] 15,95 x 4,5 = 71,78 6,53 84,0 x 4,5 = 378,00 12,19
Summe Nebenkosten 25,19 74,56
Zuschuss vom Sozialamt 32,00
Restbetrag für Lebensunterhalt 83,90 15,51

Aus den Aufstellungen geht hervor, dass sich die Lebenshaltungskosten seit 2013 deutlich erhöht haben und das Rentenniveau weit zurückgeblieben ist. Sie sind aber auch ein Beweis dafür, dass unsere Hilfe dringend notwendig ist. Für viele ist sie die Basis für den Lebensunterhalt.
Es gibt aber noch dramatischere Beispiele, bei denen sich die Betroffenen keinen Strom leisten können und im Dunkeln leben, sowie nur von dem leben, was wir in die monatlichen Lebensmittelpakete packen.

10.10.2018: Soforthilfe für 70 Kinder der "Zeche Toschkiwska"

Der Aktion ging ein telefonisches Hilfeersuchen der Staatsverwaltung für den Kreis Popasnaja (innerhalb der 5 km-Zone des Krisengebiets von Luhansk) an die Geschäftsführerin des SB Kiew voraus. Das schriftliche offizielle Gesuch wurde umgehend nachgereicht und an uns weitergeleitet.
Wegen der Schließung einer Zeche und der ausbleibenden Gehälter für die Beschäftigten können die Familien ihre Kinder nicht mehr mit dem Nötigsten versorgen, die Kinder leiden Hunger. Nach einer kurzfristigen Rücksprache mit der Vorsitzenden von "Brücke nach Kiew" veranlasste die Geschäftsführerin des SB Kiew die unmittelbare Lieferung von 70 Lebensmittelpaketen für die Kinder der betroffenen Familien. Weil im Krisengebiet keine Einkaufsmöglichkeit besteht, mussten die Lebensmittel aus Kiew angeliefert werden. Die Verteilung übernahmen Helfer des dortigen Samariter-Bundes.

 Mutter mit zwei Kindern vor einem ausgebrannten Schuppen
Nachtrag:
Am 05.11.2018 hat uns ein Schreiben der Eltern der Kinder erreicht, das nicht nur unendliche Dankbarkeit ausdrückt, sondern auch die Dringlichkeit der Maßnahme bestätigt.

03.10.2018: Hilfe für ehemalige Zwangsarbeiter

Bei einem Besuch in der Stadt Druschkiwka (Donezk Gebiet ) 50 km-Zone der Kontaktlinie entlang auf der von der Ukraine kontrollierten Seite, erreichte die Geschäftsführerin des SB Kiew ein Hilferuf einer Gruppe von alten Menschen, die von keinerlei Seite Hilfe erhalten. Es stellte sich dabei heraus, dass es sich um 44 Personen, hauptsächlich Frauen handelt, die damals nach Deutschland verschleppt und zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden.
Sie erhalten im Krisengebiet keine Lebensmittel und sonstige Unterstützung und leiden große Not. In einer einmaligen Aktion konnten Lebensmittelpakete übergeben werden, die aus freien Spenden finanziert wurden.

Eine kleine Auswahl an Bildern
(Um die Bilder zu vergrößern, müssen Sie jedes Bild einzeln anklicken)

Okt. 2018: Hilfe für Großmutter mit Enkelin

Wie bei der diesjährigen Kiew-Reise berichtet, sorgt die 6-jährige Zorjana, Enkelin von Frau B. und Vollwaise, für ihre beinamputierte Oma, die sich nicht selbst versorgen kann und ihr Leben auf dem Sofa verbringt. Frau B. hatte keine Hilfsmittel, weshalb die Vorsitzende versuchte, Abhilfe zu schaffen.

Zorjana mit ihrer neuen Winterbekliedung
Dank einer Spende ihres "Paten" in München konnten für sie ein Toilettenstuhl und eine Beinprothese beschafft werden, jetzt kann sie sich seit langer Zeit wieder in der Wohnung bewegen und vor allem die Toilette auf- suchen.
Die Dankbarkeit von Frau B. kann man nicht beschreiben.
Auf Wunsch des Paten, der Enkelin für ihren Einsatz eine Freude zu bereiten, wurde für das Kind in München Winterkleidung gekauft, weil die Rente der Oma dafür nicht reicht. Beide sind überglücklich und können mit etwas weniger Sorgen den kommenden Winter erwarten.

Oktober 2018: Ein durchaus lesenswerter Bericht aus Lubny über Erfolg des "Trauma-Hilfe-Projekts"

Die Vorsitzende mit einem der Kinder, die großer Hilfe bedürfen

Am 16.06.2017 haben wir über den Start des Projekts "Trauma-Hilfe-Lubny" berichtet. Nun hat der Leiter des Kinderheims W. Below einen eindrucksvollen Bericht (zum Bericht) über die Arbeit mit traumatisierten Kindern und einen Einblick über das von der Itzel-Stiftung geförderte Projekt geliefert.
Der Förderbetrag war allerdings im September aufgebraucht, ohne dass von den städt. Behörden eine Bereitschaft zur Weiterführung erkennbar ist, obwohl das Projekt von einer Kommission als positiv und erfolgreich beurteilt worden ist.

30.08. - 06.09.2018: Kiewreise

Der diesjährige Aufenthalt in Kiew war wieder geprägt von Besuchen bei Familien und Begegnungen mit Menschen aus unseren Projekten. Es war aber auch ausreichend Zeit für die Arbeit im Büro des Samariter-Bundes eingeplant, und für Gespräche, Fragen und Erläuterung der augenblicklichen Situation der Bevölkerung auch genutzt. Trotz der vielen allgemeinen Probleme in diesem Land zeigt sich ein ungebrochenes Engagement unser Kiewer Partner.

Kinderkrankenhaus Nr. 1

Chefarzt Dr. Koshara begrüßt die Gaäste
Begrüßung durch
die Leitung des Krankenhauses
Im Krankenhaus wurde die Vorsitzende wie immer vom Klinikleiter Dr. Koshara herzlich begrüßt. Die "Besichtigung der Station, die seit ihrem letzten Besuch sehr ansprechend renoviert wurde, und vor allem der von Sternstunden e.V. finanzierten Geräte und Einrichtungsgegenstände sowie der Spielräume ist ein fester und wichtiger Programmpunkt bei ihren Kiew-Besuchen. Die, obwohl kleinen und unscheinbaren Geräte für die Kinderintensivstation sind wichtig, und für eine schnelle und effektive Versorgung unverzichtbar. Die von unserem Verein finanzierten Rollbetten sind eine große Erleichterung beim Transport der Kinder nach den Operationen und zwischen den Stationen.

Die Notunterkunft "Das besondere Kind"

Die Sozialstation ist immer vollbelegt. Vermehrt werden Kinder aufgenommen, die in der naheliegenden Kinderklinik behandelt werden und zwischen den Anwendungen mit ihren Müttern Aufnahme, Betreuung und Zuwendung finden.
Zimmer mit blauen Vorhängen und Rollos ausgestattet
Neue Vorhänge und Rollos
- ein behagliches Zimmer
Mit einer zweckgebundenen Spende eines Paten konnten die gesamten Räume, die schon viele Gebrauchsspuren aufwiesen, neu gestrichen werden. Zusätzlich konnten mit dieser Spende Gardinen erneuert und Rollos angeschafft werden. Mit viel Liebe, gutem Geshmack und günstigen Angeboten hat unsere Projektleiterin Janina ein außerordentlich gemütliches "Kurzzeitzuhause" für Kinder geschaffen. Ganz wichtig ist auch, dass aus dieser Spende eine Feuermeldeanlage angeschafft und installiert werden konnte.
Der Besuch in der Notunterkunft ist immer wieder eine Freude und ein besonderer Ort.

Weiter berichtet die Vorsitzende:

Besuch beim Familienhaus Nikolaitschuk

Vor dieser Familie habe ich großen Respekt. Es ist bewundernswert, wie die Eltern aus dem Nichts für acht (nicht einmal eigene) Kinder, die verschiedenste schlimme Schicksale hinter sich haben, ein gemütliches Zuhause geschaffen haben. H. Nikolajtschuk hat sein gutes Auto aus früheren Zeiten verkauft und damit Baumaterial und Möbel für die neue Unterkunft finanziert. Er hat bis auf Heizung und Fenster alles mit eigenen Händen geschaffen. Die Familie bekommt keinerlei Unterstützung von den Behörden, weil sie "nur" acht Kinder aufgenommen hat. Für die Anerkennung als Familienhaus sind aber 10 Kinder vorgeschrieben. Für zwei weitere Kinder hat sie allerdings weder Platz noch Geld, ein unseliger Kreis. Ich habe aus unseren Spenden spontan 50 € für Schulsachen übergeben, dafür war einfach kein Geld vorhanden. Ich werde die Familie im Auge behalten und wenn möglich, neben den monatlichen Lebensmitteln aus Patenschaften anderweitig Hilfe leisten. Bilder dazu finden Sie auch unter dem Bericht zu den Familienbesuchen.

Waisenhaus "Hoffnung" in Lubny

Die Kinder, gekleidet mit ukrainischen Blusen und Hemden, erwarten die Gäste im Hof der Unterkunft
Warten auf die Gäste
Am 02. September besuchte ich im Rahmen meines diesjährigen Kiew Besuchs auch wieder das Waisenhaus in Lubny. Wie immer gab es eine herzliche Begrüßung durch die Kinder. Eine besondere Freude war das Wiedersehen mit der inzwischen fast erwachsenen Polina, dem ersten Kind, das wir dort mit ihrem Bruder Iwan bereits 2007 kennenlernten. Sie und ihr Bruder wurden schon vor Jahren adoptiert und leben in einer guten Familie. Polina besucht noch häufig ihre "frühere Familie" im Heim.
Ein wichtiges Thema war der Bericht über den Erfolg des Projekts "Trauma-Hilfe" für sexuell traumatisierte Kinder. Dank der professionellen Betreuung durch Psychologen, der Pädagogen und der liebevollen Einbettung in diese "Großfamilie" sind die Kinder stabil und bereit für ein normales Leben ohne Angst, und vor allem wieder beziehungsfähig.
Wichtig war für mich auch der direkte Kontakt mit den Kindern, denn sie sind der wichtigste Grund für diese Besuche.
In einem lockeren "Teppich-Gespräch" haben mir die Kinder von den Ferien und ihren Aktivitäten erzählt.

Patentreffen

Am 01. September habe ich einige Familien, die "mobil" sind, zu einem Treffen in der Notunterkunft "Das besondere Kind" eingeladen. Ziel war vor allem ein persönliches Kennenlernen, ein wichtiger Punkt bei unseren Hilfsprojekten, um den Spendern aus erster Hand berichten zu können. In direktem Gespräch mit den Familien konnte ich mich über deren Probleme und Nöte informieren. Für die Kinder haben wir einen Tisch mit Süßigkeiten und Getränken gedeckt, den sie fleißig leerten. Die Spielecke wurde mit Begeisterung unter den besorgten Augen der Leiterin Julia, die um ihre neu gestrichenen Wände bangte, "belegt". Die Schicksale der einzelnen Familien, die von offizieller Seite kaum bzw. keine Unterstützung für Medikamente und Hygieneartikel für ihre Kinder oder Angehörigen erhalten, haben mich wieder einmal tief bewegt. Dank unserer Lebensmittelpakete und Pampers können sie etwas leichter über die Runden kommen.

Familienbesuche

Weil ein großer Teil der Familien nicht mobil sind, habe ich einige, vor allem neu aufgenommene, zuhause besucht. Einige davon sind in unserem Projekt "mobile palliative Pflege für Kinder". Die ausschließlich alleinerziehenden Mütter haben mir über die Krankheiten und Probleme berichtet und es hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig und gut unsere Unterstützung ist. Die Behinderungen sind oft auch auf verunreinigte Impfstoffe oder Medikamente zurückzuführen, die aus Billigländern kommen. Die Folgen sind erschreckend und bedrückend, weil man nicht mehr helfen kann. Trotzdem konnte unsere Kiewer Projektleiterin nach einigen Bemühungen und Recherchen für einige von ihnen positive Nachrichten bringen, ein Erfolg meines Besuchs.
Auch die Erwachsenen haben sich gefreut, besonders über die Tatsache, dass es jemanden in der Fremde gibt, der an sie denkt und den persönlichen Kontakt sucht.
Für die beinamputierte Frau B. wollen wir einen Toilettenstuhl kaufen, damit sie wenigstens in der Wohnung ein wenig mobil ist. Sie wird derzeit von ihrer 6-jährigen Enkelin, einer Vollwaise, versorgt und gepflegt.

Der Besuch hat wieder bestätigt, dass unsere Hilfe unentbehrlich ist und die Richtigen erreicht. Er hat aber auch gezeigt, dass neben den Lebensmitteln auch vielfache anderweitige Hilfe gebraucht wird.

März 2018: Der Inhalt eines Lebensmittelpaketes

Die sich laufend ändernden Wechselkurse bedingen von Zeit zu Zeit eine Anpassung des Inhalts der Pakete. Das Bild zeigt die Zusammenstellung eines Pakets für einen Monat, der jedoch, um kostengünstig einzukaufen den jeweiligen Sonderan- geboten immer wieder angepasst wird. Für die Abwicklung heißt dies, dass für die Auswahl der Lebensmittel immer wieder Recherchen notwendig sind, aber dadurch der Paketstandard von 12,50 € immer optimal genutzt wird.
Dank unserer Partner in Kiew werden die Spendenmittel wirklich optimal verwendet.

Lebens-/HygienemittelMengeLebens-/HygienemittelMenge
Mehl1 kgSaft1 l
Nudeln1 kgObstkonserven420 g
Buchweizen1 kgGemüsekonserven420 g
Grieß1 kgTee200 g
Öl1 lKekse350 g
Haferflocken1 kgSeife90 g
Butter200 gWaschpulver800 g
Kondensmilch (mit Zucker)1 Dose
(370 g)
Shampoo500 ml
Fischkonserven450 gToilettenpapier4 Rollen
Rindfleischkonserven525 g