Aktuelles zu verschiedenen Themen


März 2018: Der Inhalt eines Lebensmittelpaketes

Die sich laufend ändernden Wechselkurse bedingen von Zeit zu Zeit eine Anpassung des Inhalts der Pakete. Das Bild zeigt die Zusammenstellung eines Pakets für einen Monat, der jedoch, um kostengünstig einzukaufen den jeweiligen Sonderan- geboten immer wieder angepasst wird. Für die Abwicklung heißt dies, dass für die Auswahl der Lebensmittel immer wieder Recherchen notwendig sind, aber dadurch der Paketstandard von 12,50 € immer optimal genutzt wird.
Dank unserer Partner in Kiew werden die Spendenmittel wirklich optimal verwendet.

Lebens-/HygienemittelMengeLebens-/HygienemittelMenge
Mehl1 kgSaft1 l
Nudeln1 kgObstkonserven420 g
Buchweizen1 kgGemüsekonserven420 g
Grieß1 kgTee200 g
Öl1 lKekse350 g
Haferflocken1 kgSeife90 g
Butter200 gWaschpulver800 g
Kondensmilch (mit Zucker)1 Dose (370 g)Shampoo500 ml
Fischkonserven450 gToilettenpapier4 Rollen
Rindfleischkonserven525 g

23.12.2017: Weihnacht für kranke und benachteiligte Kinder

Auch dieses Jahr haben wir wieder für Kiewer Kinder eine kleine Weihnachtsüberraschung organisiert. Im Kinderkrankenhaus Nr. 1, im angegliederten ICP-Centrum und für die Organisation "Kinderinvaliden" konnten insgesamt 500 Päckchen zu je 2 € verteilt werden. Der Betrag stammt wieder aus Einzelspenden, die wir für Sonderaktionen sammeln, und die unsere Kiewer Projektleitung sehr umsichtig und sparsam einsetzt.
Für die Kinder war es eine wunderschöne Überraschung im traurigen Klinikalltag, einige waren zwar nicht imstande, dies zu erkennen, dafür war die Freude der Mütter zu sehen, dass sie und ihr Kind nicht vergessen sind, umso größer. (Weitere Fotos)

Dezember 2017: Ein Leben für ein behindertes Kind

In der Weihnachtspost an eine unserer Patinnen schildert ein junge Frau ihr aufopferndes Leben, das sie nun führt, nachdem sie einen behinderten Jungen zu sich genommen hat. Sie berichtet aber auch von der Freude über den Erfolg ihrer Mühe, sowie die Notwendigkeit, weitergehende Unterstützung zu bekommen, um die Entwicklungschancen nutzen zu können, die dieser Junge vielleicht noch hat:


Sehr geehrte Frau ...,

es schreibt Ihnen Jelena M.. Ich möchte mich bei Ihnen ganz herzlich bedanken für Ihre Unterstützung und für Ihre Einfühlsamkeit. Danke für die Lebensmittelpakete, die wir monatlich bekommen. Möge Gott Sie segnen und Sie für Ihre Wohltaten reichlich beschenken.

Vor zehn Jahren lernte ich ein verlassenes Kind kennen und habe mich dafür entschlossen dieses Kind zu erziehen. Anders konnte ich nicht umgehen. Ich dachte: alleine wenn ich diesem Kind irgendwie helfen, dann ist/war mein Leben nicht umsonst. Ich war damals 22 Jahre alt und Andrej (der Junge) nur 2,5 Monate. Die Lage fürs Kind war aussichtslos. Medizinische Untersuchungen zeugten davon, dass er mehrere Krankheiten hat. Die schlimmsten davon sind ICP (infantile Zerebralparese), anomale Hirnentwicklung, Gehirnzyste, Blutschwämmchen an unterschiedlichen Stellen und viele andere Erkrankungen. Und es hörte sich wie ein Urteil an: das Kind wird nichts verstehen können, es wird wie "eine Pflanze" sein.

Ich habe für dieses Kind sehr viel gebetet und auch sehr viel geweint. Und dann ... passierte ein Wunder. Das Kind hat das Begriffsvermögen wieder bekommen!
Früher war sein Verstand leer. Jetzt versucht der Junge einzelne Wörter auszusprechen, kann selbständig online gehen und das suchen, woran er Interesse hat, er lernt Lesen und Schreiben usw.

Wir brauchen sehr ein medizinisches Laufband, damit das Kind das Gehen und das Laufen mehr üben kann. Jetzt ist doch die Krankheitsvorhersage nicht mehr aussichtslos. Das Kind hat nun jetzt eine Perspektive!

Vielen Menschen kann ich dumm vorkommen, denn ich bin eine, die ihr Leben und ihre Jugend einem fremden, kranken Kind gewidmet hat, einem so kranken Kind, das rund um die Uhr Hilfe und Fürsorge braucht. Aber in den vergangenen zehn Jahren habe ich nie meine Entscheidung bereut.

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Ich denke aber, man darf sich Mensch nennen und ein richtiges Leben hat man nur dann, wenn man den anderen Menschen seine Liebe schenken kann, wenn man den bedürftigen und notleidenden, die schwach und ratlos sind, hilft und unterstützt.
Alles, was wir haben, brauchen wir nur für das Leben hier auf dieser Erde. Nichts von dem Vermögen kann man mitnehmen, wenn man diese Welt verlässt. Mitnehmen kann man nur das, was wir für andere Menschen gespendet haben. Dies wird im Himmel bewertet und geschätzt. Wer dem Armen gibt, dem wird nichts mangeln und dem wird hundertfach vergolten.

Mit freundlichen Grüßen
Jelena M.

Postkarte: Liebe ...,
ich senden Ihnen herzliche Glückwünsche zum Neujahr 2018! Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit und viel Freude an jedem Tag Ihres Lebens, viel Liebe, Zärtlichkeit und Herzenswärme, viel Glück und Glückseligkeit.

Es gibt wunderbare Menschen in der Ukraine, wir kennen nur nicht alle!

Dezember 2017: IN EIGENER SACHE

Dank
an unsere Mitglieder, Paten, Freunde und unseren Partner in Kiew

Danke!
Das ablaufende Jahr war geprägt von vielen Hilfeersuchen aus der Kiewer Bevölkerung und den Behörden an unsere Kiewer Partner. Das Gravierendste war der Aufbau eines "ambulanten Palliativ-Pflegedienstes" für Kinder. Dank der Förderung und Unterstützung von Sternstunden e.V. und der Itzel-Stiftung konnte dieses wichtige Projekt realisiert werden. Im Waisenhaus Lubny konnte, auch dank der großzügigen Förderung der Itzel-Stiftung, ein "Projekt für traumatisierte Kinder" gestartet werden.
Mit vielen Hilfsaktionen, wie hauptsächlich der Finanzierung von Lebensmitteln aber auch Medikamenten und Hygienemitteln konnte für Kinder bzw. alte Menschen, deren Leben etwas erleichtert werden.
Das alles war nur möglich, weil wir treue Mitglieder, Paten und Freunde haben, die uns finanziell unterstützen, aber auch Menschen wie Herr Gerhard Schmitt-Thiel, der als Kurator der Itzel-Stiftung seinen Einfluss nutzt, um wichtige Projekte, die für die Ukraine beispielgebend sind, ins Leben zu rufen.
So danke ich allen unseren Freunden und Gönnern für ihre Unterstützung, insbesondere auch Sternstunden e.V. und der Itzel-Stiftung für ihr Engagement und die für die Menschen in der Ukraine unschätzbare Hilfe. Mein Dank gilt aber auch dem Samariter-Bund Kiew, allen voran der neuen Geschäftsführerin Janina Lewkowska, die sich der schweren Aufgabe in ihrer Heimatstadt angenommen hat.
Ich wünsche Ihnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, sowie ein gesundes und glückliches Neues Jahr

Elisabeth Hölzl

1. Vorsitzende

08.12.2017: Winterkleidung für Leonid

Wieder einmal hat uns vom Samariter-Bund Kiew eine Bitte um schnelle und dringende Hilfe erreicht. Eine alleinerziehende, halbseitig gelähmte Mutter von zwei Kindern bittet um Winterkleidung für ihren 9-jährigen Leonid. Sie selbst ist auf einen Rollstuhl angewiesen und hat als Invalide nur umgerechnet 65 € Monatseinkommen. Das reicht kaum zum Leben, und schon gar nicht für ausreichende Winterkleidung. Brücke nach Kiew hat umgehend geholfen und für den Jungen warme Winterkleidung gekauft und nach Kiew geschickt. Er hat es jetzt von Kopf bis Fuß warm und der Winter hat seinen Schrecken verloren.

Leonid zeigt seine Winterschuhe
Neue Kleidung macht Freude
 Leonid mit neuer Winterkleidung und neuen Hausschuhen

07.12.2017: Weihnachtsbenefiz-Konzert

Durch Vermittlung unseres Ausschussmitglieds Robert Cramer wurde der Erlös des dies- jährigen Jazz-Konzertes, organisiert von Frau Hillary COLEY unter dem Motto " JOYOUS NOEL" in einer renommierten Münchner Jazzbar, unserer Hilfe für Kinder in Kiew zugeteilt.
Die Veranstaltung wurde von erstklassigen und in Fachkreisen allseits bekannten Jazz-Musikerinnen und -Musikern, untermalt mit ausgezeichneten Gesangseinlagen bestritten.

Während der Konzertpause konnten die Vorsitzende Frau Hölzl und Herr Cramer den Verein und seine Aufgaben kurz noch einmal beschreiben und die Vorstellung im Programmheft ergänzen. Anschließend wurden noch Preise, die von Firmen bzw. Einzelpersonen für die Benefizveranstaltung gespendet wurden, meistbietend versteigert.

Die Vorsitzende (Mitte) bedankt sich
bei der Veranstalterin, Frau COLEY (Rechts) für
die großartige Zuwendung
Das Spendenergebnis war großartig, Frau Hölzl gab bekannt, dass im Rahmen einer Sonderaktion für Kinder in Kiew Winterkleidung, Medikamente und auch Lebensmittelpakete finanziert werden. Sie bedankt sich ausdrücklich bei der Veranstalterin Frau COLEY, den großzügigen Spendern und allen am Benefizkonzert beteiligten Künstlern für den unerwartet hohen Betrag, mit dem nun auch für notleidende Kinder in Kiew Weihnachten kommen kann!

30.11.2017: Spielsachen für das Kinderkrankenhaus

Dank einer großzügigen Spende einer Familie, die bei uns Mitglied als auch Pate ist, konnte im Kinderkrankenhaus Nr. 1 die Ausstattung der beiden neuen Aufenthaltsräume mit Spielwaren für die Großen und Kleinen ergänzt werden.

Die Geschenke wurden mit Begeisterung angenommen und nun können die Eltern ihre Kinder in der therapiefreien Zeit auch sinnvoll beschäftigen. (Fotos)
Der Aufenthalt in diesen Räumen ist nun umso angenehmer, weil aus dem Förderbetrag von Sternstunden e.V. auch noch Jalousien als Sonnenschutz nachgerüstet werden konnten.

30.11.2017: Die Barmherzigen Schwestern stricken für Kiewer Kinder

Rechtzeitig zum Wintereinbruch haben Münchner Ordensschwestern wieder Pullover, Mützen, Socken für die Kinder und auch Decken für die alten Menschen gestrickt.
Die Winter in der Ukraine sind immer sehr streng und leider funktionieren häufig auch die Heizungen nicht, alte Menschen und vor allem Kinder frieren und leiden. Diese Spende wärmt nicht nur die Körper, sondern auch die Herzen.
Die Pullover und
Decken werden
in Kiew verteilt
 
 
Auch für meine Enkelin
ist etwas dabei
 

Nov. 2017: Sorge um alte Menschen ist ein Schwerpunkt

Die Versorgung durch den Samariter-Bund Kiew verläuft unauffällig und zuverlässig. Es fällt dabei nicht mehr auf, dass die Situation für die alten Menschen immer prekärer wird. Das Pflegeteam trägt durch die persönliche Zuwendung, das es den alten Menschen entgegenbringt, ganz wesentlich dazu bei, dass diese ein einigermaßen menschenwürdiges Dasein führen können.
Neben der notwendigen medizinischen Versorgung benötigen sie auch materielle Hilfe. Diese Hilfe, seien es Lebensmittel, Medikamente oder auch Hygienematerial kommt ausschließlich und seit mehr als zwei Jahrzehnten von unseren Paten.
Um daran zu erinnern, dass nicht alles selbstverständlich hingenommen wird, hat uns unsere Projektleitung aus Kiew einige Fotos von der Arbeit seiner Pflegeteams zur Verfügung gestellt, die wir zu einem kleinen Fotoalbum zusammengestellt haben.

9. Nov. 2017: Große Erleichterung für Pflegeteams

Nachdem das neue Projekt "Mobile palliative Pflege für Kinder" nun seit der Förderung durch Sternstunden e.V. und auch der Itzel-Stiftung erfolgreich angelaufen ist, zeigt sich, dass der Transport der oft schwerbehinderten Kinder, wenn ein solcher für einen Krankenhausaufenthalt nötig ist, wegen der sich häufig außer Betrieb befindlichen Aufzüge, für die Pflegeteams sehr schwer ist.
Aus dem Förderbetrag von Sternstunden wurde von uns ein "Rettungsstuhl", wie sie bei uns häufig für die Evakuierung in Altenheimen bzw. Krankenhäusern bereitgehalten werden, gekauft und nach Kiew geschickt. Damit können nun die Kinder einigermaßen schonend und für die Pflegeteams kräftesparend auch über Treppen transportiert werden. Die Teams freuen sich über dieses für sie neue und vor allem die Arbeit erleichternde Hilfsmittel.
Außerdem haben wir aus dem Förderbetrag noch fünf Ohr-Fieberthermometer für die medizinische Betreuung des Palliativ-Teams gekauft. Sie ersetzen die Quecksilber- thermometer, deren Handhabung bei behinderten Kindern risikoreich und oft schwierig ist.

September 2017: Kiew-Reise

Wie alle Jahre, stand auch dieses Jahr wieder ein Besuch in Kiew auf dem Programm. Allerdings ergaben sich wieder andere Schwerpunkte.

02.09.2017: Treffen mit Patenfamilien

Weil Besuche bei Familien zu zeitaufwändig sind, wurde am Samstagvormittag ein Treffen mit einige Familien in der "Sozialstation" des Samariterbundes organisiert. Da es sich hauptsächlich um alleinerziehende Mütter mit behinderten Kindern handelte und die Anreise beschwerlich ist, konnten nur 17 Personen daran teilnehmen.
Bei Kuchen und Getränken hatte die Vorsitzende Gelegenheit, mit den Eltern über deren Schicksale und deren Nöte zu sprechen. Die Kinder genossen die schönen Räume der Notunterkunft und spielten ausgelassen mit den vorhandenen Spielsachen. Eine besondere Freude war die Anwesenheit von Polina und ihrer Mutter, die den weiten Weg von über 500 km von Saporoshje auf sich genommen hatten. Polina bedarf nach den vielen Kieferoperationen noch eingehender logopädischer Behandlung, vor allem aber Training der Gesichtsmuskulatur, damit sie ihre Mimik trainiert und diese wieder zeigen kann.
Die Erzählungen der Mütter waren wie immer erschütternd und haben unsere Hilfe auch weiterhin als zwingend notwendig bestätigt.

03.09.2017: Besuch im Waisenhaus "Hoffnung" in Lubny

Der traditionelle Empfang
Herr Schmitt-Thiel, der sich seit Jahren mit großem Engagement für das Waisenhaus einsetzt, ist auch dieses Mal wieder angereist, um seine Schützlinge zu besuchen. Neben der schon traditionellen Finanzierung von neuen Winterschuhen für die Kinder, hat er dieses Mal auch noch ein Sortiment an Medikamenten mitgebracht. Nachdem dort dank seiner Vermittlung einer Förderung durch die Itzel-Stiftung dieses Jahr ein Therapieprogramm für traumatisierte Kinder gestartet werden konnte, kam diesem Thema neben der nun schon 10 Jahre andauernden Unterstützung, die mit Patenschaften für einzelne Kinder von "Brücke nach Kiew" 2007 begann, eine besondere Bedeutung zu. Bei einem "Runden Tisch" berichteten Psychologinnen und Betreuerinnen, sowie medizinisches Personal und die Heimleitung über ihre Arbeit mit diesen bedauernswerten Kindern und die bereits erzielten Erfolge.

Eine Freude war die Besichtigung des nun fertig eingerichteten und von größeren Kindern bewohnten neuen Hauses auf dem Gelände. Die von der Itzel-Stiftung finanzierte Einrichtung ist schön und sinnvoll und entspricht, insbesondere dank einer eigenen Küche, den Bedürfnissen der Heranwachsenden. Zwar unter Aufsicht, aber trotzdem weitgehend selbständig können sie sich auf das Leben nach dem Heim vorbereiten.

Bei einer Einladung des Bürgermeisters der Stadt Lubny ins Rathaus dankte dieser den Gästen für die langjährige Hilfe und unterstrich die gute und äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit der Münchner mit der Leitung des Waisenhauses. Der Besuch wurde auch in der örtlichen Presse mit einem umfangreichen Artikel gewürdigt, insbesondere weil erstmals die Problematik traumatisierter Kinder offen diskutiert und ins Bewusstsein gerufen wurde.(Fotos zum Besuch)

04.09.2017: Kinderkrankenhaus Nr. 1

Übergabe von neu eingerichteten Aufenthaltsräumen für Kinder

Auf Anregung der Vorsitzenden hat Sternstunden e.V. die Kosten für eine umfangreiche Renovierung von zwei leerstehenden Räumen im Kinderkrankenhaus übernommen. Bisher hatten die Kinder im Krankenhaus keine Möglichkeit, sich außerhalb ihrer Zimmer und Betten aufzuhalten und mussten sich in den Krankenzimmern oder auf den Fluren aufhalten. Nun können die kleinen Patienten, soweit es ihr Gesundheitszustand zulässt, in die hellen und freundlichen Spielräume ausweichen, dort spielen und für kurze Zeit ihre Krankheit vergessen. Die Vorsitzende übergab diese offiziell dem Leiter des Krankenhauses Dr. Koshara, der überglücklich über diese Unterstützung ist und sich ausdrücklich bei Sternstunden e.V. und der Vorsitzenden für deren Vermittlung bedankte.
Die neuen Möglichkeiten durch ihre ansprechende Gestaltung und Ausstattung können sich seiner Ansicht nach auch positiv auf den Genesungsprozess der Kinder auswirken. (Fotos)

Was wird diesem Baby
wohl die Zukunft bringen?
Auch ein Besuch in der Abt. "Verlassene Kinder" konnte zeitlich noch eingeschoben werden. Die Station ist stets belegt, es werden dort, außer Kindern, die von den Eltern verlassen wurden, auch Kinder untergebracht, die vom Waisenhaus Vorzel zur medizinischen Behandlung vorübergehend ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Die Leiterin dieser Station bittet, ihren Dank an die Paten in Deutschland zu übermitteln.




05.09.2017: Waisenhaus Vorzel

Am Vormittag fand der schon obligatorische Besuch im Waisenhaus "Vorzel" statt.
Hier fühle ich mich geborgen
Wieder einmal konnte sie sich davon überzeugen, dass das Waisenhaus bestens geführt wird und sich die Leitung unermüdlich und erfolgreich um Sponsoren für die Ausstattung der Räume bemüht, um das Haus für die Kinder wohnlich und schön zu machen. Aber auch die Milchprodukte, die immer noch von Sternstunden e.V. finanziert werden, sind eine unabdingbare Ergänzung der Ernährung der Kinder. Die Leiterin bedankte sich herzlich für unseren Einsatz und die Hilfe und übergab Dankschreiben für Sternstunden und die Vorsitzende.

05.09.2017: Besuch in der Selbsthilfegruppe für autistische Kinder
(siehe auch Projekt Schule des Lebens)

Schon das zweite Jahr finanziert der Verein "Brücke nach Kiew" dieser Initiative dringend erforderliche Lebensmittel für eine Autismus-Diät. Die Ernährung ist maßgeblich für eine erfolgreiche Therapie und kann schweren Schäden vorbeugen oder diese, falls schon vorhanden, abmindern. Von öffentlicher Seite gibt es, außer dem Bleiberecht im ziemlich desolaten Gebäude, keine Unterstützung. Verpflegung, Therapeuten usw. muss die Leitung der Einrichtung über Spenden finanzieren. Auch dieser Besuch hat nachhaltige Eindrücke hinterlassen und auch hier hat die Leiterin der Vorsitzenden vielmaligen Dank ausgesprochen.

06.09.2017: Besuch bei einer Flüchtlingsfamilie

Die Besuchergruppe bei der jungen Frau
mit ihrer halbseitig gelähmten Mutter
Die Geschäftsführerin des Samariterbundes hat die Vorsitzende bereits vor ihrer Reise nach Kiew gebeten, Möglichkeiten für eine Unterstützung einer Familie mit einem tragischen Schicksal zu suchen. Es handelt sich um eine Frau, ihre halbseitig gelähmte Mutter und ihren schulpflichtigen Sohn. Sie mussten nach einem Granatenbeschuss aus dem Kriegsgebiet Lugansk fliehen. Bei dem Beschuss wurde der Vater der Frau getötet und es blieben ihr nur 40 Minuten für die Flucht mit ihren verbliebenen Angehörigen aus dem Kriegsgebiet. Nun "wohnt" sie vorübergehend in einer Unterkunft für Busfahrer in einem Busdepot in Kiew, ohne jegliche finanzielle Unterstützung und Perspektive, sowie medizinische Versorgung der Mutter. Ihr wurde Hilfe zugesagt.

06.09.2017: Besuch bei Familien in unserem neuen Projekt "Mobile palliative Pflege"

Seit März werden mit Förderung von Sternstunden e.V. und der Itzel-Stiftung schwerstbehinderte Kinder und Kinder im Palliativstadium in ihren Familien von medizinisch geschulten Pflegekräften des Samariterbundes, in der Regel zweimal wöchentlich, gepflegt und betreut. Damit werden die Mütter entlastet und auch in der Pflege beraten und geschult. Die Vorsitzende hat einige dieser Kinder besucht und erschütternde Eindrücke gewonnen, aber auch die große Leistung des Pflegepersonals und vor allem die Hoffnung der Mütter auf Besserung bewundert.

07.09.2017-Abreisetag: Büro-Arbeit

Der letzte Tag musste noch genutzt werden, um Finanzangelegenheiten abzugleichen und auch verschiedene Projekte und Themen durchzusprechen. Insgesamt war der Besuch ein Erfolg und wieder einmal zeigte sich, dass persönliche Anwesenheit einmal jährlich für alle Seiten wichtig ist.

Entsprechende Eindrücke dieser Reise finden Sie auch im Fotoalbum Sept. 2017: Eindrücke einer Kiewreise".

Juni 2017: Sieben Schicksale - wir helfen!

Erneut konnten wir eine Reihe von notleidenden Menschen in unser Projekt aufnehmen. Sie nehmen die Plätze von Hilfeempfängern ein, die aus verschiedenen Gründen aus dem Projekt ausgeschieden sind. Viele davon sind alte Menschen, die verstorben sind, die freigewordenen Plätze werden an andere Personen aus der langen Liste der Bittgesuche vergeben. Die Paten werden verständigt und über die Gründe der Notlagen informiert. Nachstehend eine Kurzbeschreibung zu einigen Menschen, die bei uns Hilfe finden.

  • Tatjana W., Jahrgang 1979, psychische Erkrankung (Invalide 2. Grades) und alleinerziehende Mutter. Die Tochter Angelina, geb. 2002, Herzerkrankung (ebenfalls Invalide 2. Grades)
    60 € Monatseinkommen: sie benötigt Lebensmittel und Medikamente

  • Louisa T., Jahrgang 1936, Schäden an Stütz- und Bewegungsapparat (Invalide 2. Grades), sie kann sich nur mit Gehhilfen fortbewegen und Sohn, 60 Jahre alt, geistig behindert (Invalide 3. Grades)
    100 € Monatseinkommen für zwei Personen: sie benötigt Lebensmittel

  • Soja K., Jahrgang 1926, Schlaganfall (Invalide 1. Grades), alleinstehend
    44 € Monatseinkommen: sie benötigt Lebensmittel und Medikamente

  • Ljubow T., Jahrgang 1955, (Invalide 1. Grades) alleinstehend, bewegt sich nur im Rollstuhl
    44 € Monatseinkommen: sie benötigt Lebensmittel

  • Switlana D., Jahrgang 1954, an Myelonödem (Wassereinlagerung im Rückenmark) erkrankt
    44 € Monatseinkommen: sie benötigt Lebensmittel und Medikamente

  • Switlana Ch., Jahrgang 1950, Allgemeinerkrankung (Invalide 2. Grades, versorgt ihren Enkel Artjom. Seinen Eltern wurde wegen psychischer Erkrankung das Sorgerecht entzogen.
    44 € Rente und 45 € Sozialhilfe für das Kind: sie benötigt Lebensmittel

  • Walentina Sch., Jahrgang 1950, sie ist blind (Invalide 1. Grades) und alleinstehend.
    44 € Monatsrente: sie benötigt Lebensmittel

Die Auflistung ließe sich beliebig fortsetzen!